Schwerer Schritt: Hort „Kinderparadies“ stellt Betrieb nach den Sommerferien ein

Der Kinderschutzbund Region Schleswig gibt bekannt, dass der Hortbetrieb im „Kinderparadies“ am Gallberg 47 in Schleswig zum 31. August 2026 dauerhaft eingestellt wird. Diese Entscheidung wurde nach intensiven Diskussionen im Vorstand und Gesprächen mit der Stadtverwaltung getroffen.

 

Gründe für die Schließung

Die Entscheidung, die Einrichtung zu schließen, ist die Folge von zunehmenden strukturellen Herausforderungen. Mit dem vorhandenen Personal konnte die gesetzliche Vorgabe von nur noch 20 Schließtagen im Jahr nicht gewährleistet werden. Personal für Vertretungsdienste zu finden, wurde immer schwieriger. Gleichzeitig gab es einen kontinuierlichen Rückgang der Anmeldezahlen. Zurzeit werden zwölf Kinder betreut.

„Wir bedauern diesen Schritt sehr“, erklärt Henrik Vogt, der Vorsitzende des Kinderschutzbundes. „Unser Ziel war es stets, den Kindern ein verlässliches und förderndes Umfeld zu bieten. Leider lassen die aktuellen Rahmenbedingungen einen qualitativ hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr zu. Der Verein kann das Defizit nicht länger tragen.“

 

Zukunft der Kinder

Die oberste Priorität des Trägers liegt nun darauf, den Übergang für die betroffenen Familien so reibungslos wie möglich zu gestalten. Der Kinderschutzbund steht hierzu im engen Austausch mit der Stadt Schleswig. Gemeinsam wird daran gearbeitet, dass für alle betroffenen Kinder auch künftig ausreichende Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Eltern wurden bereits angeschrieben und über die Situation informiert. Zudem hat eine Informationsveranstaltung stattgefunden.

 

Dank an die Beteiligten

Der Kinderschutzbund dankt dem Mitarbeiter-Team des Kinderparadieses für das außerordentliche Engagement in den vergangenen Jahren sowie den Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen.

„Gleichzeitig gilt unser Dank den zahlreichen Spendern und Sponsoren, die es über die Jahre ermöglicht haben, dass besondere Aktivitäten wie z. B. Schwimmen, Sozial-Kompetenz-Training und viele weitere Projekte angeboten und finanziert werden konnten“, betont Vogt.

 

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